DWV-Wirtschaftsgespräche: Appell an die neue Bundesregierung

Berlin, 2. Februar 2018 – Noch ist nicht viel über die neue Bundesregierung entschieden, aber sie bekommt schon Hausaufgaben, nicht zuletzt auf dem Gebiet der Energiepolitik. Das Ergebnis der 4. Wirtschaftsgespräche des DWV gestern war: nicht ohne Wasserstoff!

Zum vierten Mal fanden gestern in Berlin die Wirtschaftsgespräche des DWV statt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Berlin und Brüssel war es wichtig, die Rolle von „grünem Wasserstoff“ für die Wirtschaft und für die Klimapolitik hervorzuheben. Die Rolle, die er in den gegenwärtig verfügbaren Entwürfen für einen Koalitionsvertrag spielt, wurde als unzureichend beurteilt. Wie schädlich das ist, legte der DWV in einem Diskussionspapier dar, das an die Teilnehmer verteilt wurde.

Das angesprochene Dokument finden sie hier.

Auch die Vertreter der Wirtschaft betonten, man könne auf diesem Gebiet viel mehr tun, werde aber immer wieder durch die rechtlichen Rahmenbedingungen behindert. Ähnliches war in Bezug auf die Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie zu hören, die in Brüssel gerade durch die Institutionen geht. Hier wurde insbesondere bemängelt, dass Wasserstoff, selbst wenn er aus erneuerbaren Primärenergien hergestellt wird („grüner Wasserstoff“), den klassischen Biokraftstoffen nicht gleichgestellt wird. Der Appell, den Entwurf für die Richtlinie im Sinne der Technologieneutralität zu ändern, ging nicht nur an das Europäische Parlament, sondern auch an die Vertreter Deutschlands in Brüssel.

Das Veranstaltungsformat der „Wirtschaftsgespräche“ des DWV bringt jeweils im Abstand von einigen Monaten Parlamentarier sowie Vertreter von Behörden, Unternehmen und Verbänden zusammen, damit sie ihre Standpunkte über die anzustrebende Rolle von Wasserstoff und Brennstoffzellen in der Energiewirtschaft und den dahin einzuschlagenden Weg austauschen können. Durch die überschaubare Größe der Runde und den nichtöffentlichen Charakter der Veranstaltung ergeben sich regelmäßig lebhafte und fruchtbare Diskussionen.

Quelle: https://www.dwv-info.de/

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